Am 20. April erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b sowie der Fachoberschule (Klassen 11 und 12) einen ganz besonderen Vormittag außerhalb des Klassenzimmers: Auf dem Programm stand die Dokumentation „Welch ein Leben“ über das außergewöhnliche Schicksal von Walter Kaufmann.
Der Film, der im Moselkino Bernkastel-Kues gezeigt wurde, zeichnet den Lebensweg eines Mannes nach, der die Extreme des 20. Jahrhunderts am eigenen Leib erfahren musste und ein Leben zwischen den Welten lebte. Als einer der letzten großen Zeitzeugen verstarb Walter Kaufmann am 15. April 2021. Sein Weg führte ihn vom jüdischen Waisenkind aus Duisburg über die Rettung durch einen Kindertransport nach Australien bis hin zu seiner Karriere als weltberühmter Schriftsteller, der in der DDR eine neue Heimat fand.
Für unsere Schülerinnen und Schüler bot die Dokumentation nicht nur einen tiefen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus und des Exils, sondern auch in die bewegende Frage, was es bedeutet, überall auf der Welt zu Hause zu sein und doch immer ein Suchender zu bleiben. „Man muss die Geschichte kennen, um die Gegenwart zu verstehen“ – dieser Leitgedanke wurde während der Vorführung für alle im Saal spürbar.
Ein Highlight des Vormittags war der direkte Austausch im Anschluss an die Filmvorführung: Karin Kaper, die Regisseurin des Films, war eigens aus Berlin angereist, um persönlich mit den Jugendlichen über das Werk und die Begegnungen mit Walter Kaufmann zu sprechen. In einer angeregten Fragerunde hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, tiefere Einblicke in die Entstehung des Films zu gewinnen. Dabei ging es nicht nur um technische Details der Filmproduktion, sondern vor allem um die persönlichen Eindrücke, die die Regisseurin während der langjährigen Zusammenarbeit mit Kaufmann gesammelt hatte. Dieser direkte Dialog machte das Erlebte noch greifbarer und bot einen würdigen Rahmen, um das Erbe eines Mannes zu ehren, dessen Stimme auch nach seinem Tod durch diesen Film weiterlebt.
Abschließend geht ein Dank aller Teilnehmenden an den Förderverein unserer Schule, der die Fahrt durch die Übernahme der Hälfte aller Eintrittsgelder finanziell unterstützt hat.






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