
Am ersten Sonnabend im Juni verwandelte sich der Platz hinter dem „Alten Rathaus“ in Traben-Trarbach in einen wunderschönen, lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt: Der „Trödelspaß“ lockte viele Besucher an und sorgte mit einem bunten Programm, vielen Begegnungen und guten Gesprächen für ein gelungenes Familienfest. Rund 30 Stände von Familien, Jugendlichen, Kindern und alteingesessenen Trödelprofis boten allerlei Spielzeug, Bekleidung, Selbstgemachtes und kleine Schätze an.
Es gab genügend Raum zum Verweilen, sich auszutauschen und einfach die Zeit zu genießen. Unsere Streitschlichter boten zusammen mit Schulsozialarbeiter Johannes Treitz leckere Würstchen im Brötchen, Kaffee und Getränke an. Aus vielen kleinen Flusssteinen, die die Kinder bemalten, entstanden bezaubernde Kunstwerke, die in der Stadt ausgelegt, oder mit nach Hause genommen wurden. Wer wollte, konnte sich von den Schülerinnen mit orientalischen Henna-Malereien schmücken lassen.
Besonders die „Omas gegen Rechts“ begeisterten mit ihrem Spielestand und der Seifenblasenaktion die Kinder und sorgten für jede Menge Spaß und Freude. Die Spiele konnten anschließend sogar für eine kleine Spende mit nach Hause genommen werden.
Das schöne Wetter, die vielen Gäste und die entspannte Atmosphäre machten den Tag zu etwas ganz Besonderem. Alle trugen dazu bei, dass der Nachmittag mit Spaß, guter Laune und Gemeinschaft gefüllt war.
Ein großer Dank geht an die Stadt Traben-Trarbach für die Möglichkeit, diesen besonderen Platz nutzen zu dürfen, an DJ Max, der mit seiner Musik für die passende Stimmung sorgte und an alle HelferInnen, StandbetreiberInnen und natürlich BesucherInnen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.
Die diesjährigen Bundesjugendspiele fanden am 01. Juni 2026 statt, ausgetragen wurden sie unter Beteiligung aller Schüler auf der Sportanlage des Schulzentrum Traben-Trarbach. Gefordert waren ein LA-Dreikampf und Rope-Skipping.

Wenn die Figuren aus „Rotkäppchen“, „Dornröschen“, „Aschenputtel“ und weiteren bekannten deutschen Märchen auf die heutige Welt treffen, dann sind viele damit verbundene Missverständnisse vorprogrammiert – und genau darum geht es im „Märchenchaos“, das unsere neu gegründete Theater-AG zur Aufführung bringt.
Alle Theaterfreunde waren am Freitag, 22. Mai 2026 eingeladen, unseren jungen Schauspielerinnen und Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie einen Weg aus dem entstandenen „Märchenchaos“ finden.
Am 20. April erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b sowie der Fachoberschule (Klassen 11 und 12) einen ganz besonderen Vormittag außerhalb des Klassenzimmers: Auf dem Programm stand die Dokumentation „Welch ein Leben“ über das außergewöhnliche Schicksal von Walter Kaufmann.
Der Film, der im Moselkino Bernkastel-Kues gezeigt wurde, zeichnet den Lebensweg eines Mannes nach, der die Extreme des 20. Jahrhunderts am eigenen Leib erfahren musste und ein Leben zwischen den Welten lebte. Als einer der letzten großen Zeitzeugen verstarb Walter Kaufmann am 15. April 2021. Sein Weg führte ihn vom jüdischen Waisenkind aus Duisburg über die Rettung durch einen Kindertransport nach Australien bis hin zu seiner Karriere als weltberühmter Schriftsteller, der in der DDR eine neue Heimat fand.
Weiterlesen: Ein bewegendes Vermächtnis: Kinobesuch der Klassen 10, 11 und 12
Der Literaturwissenschaftler, Romanist und Politiker Victor Klemperer (1881-1960) stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung für unsere Klassenstufen 9 bis 12.

Dazu war der deutsche Autor und Herausgeber Renatus Deckert als Vortragender zu Gast in der Aula. Im Mittelpunkt seiner Lesung standen die Tagebücher Klemperers, die dieser während der Jahre des Nationalsozialismus verfasst hatte und in denen er als jüdischer Überlebender des Holocaust vielfältige Einblicke in die persönlichen Diskriminierungen und Ausgrenzungen gibt.
So lässt sich ab 1933 mitverfolgen, wie Klemperer langsam und systematisch ausgegrenzt wurde, zunächst in der Wissenschaft, später auch im privaten Leben. Die Tagebücher aus der Zeit des Nationalsozialismus sind Zeugnis einer Atmosphäre großer und immer größer werdender Angst. Klemperer und die anderen Bewohner des „Judenhauses“, in das er und seine Frau umziehen mussten, lebten vor allem in Angst vor der Gestapo. Vor diesem Hintergrund berichtet Klemperer von etlichen Selbstmorden und Opfern des Völkermordes an den Juden durch die Nationalsozialisten in seinem persönlichen Umfeld – nicht zuletzt, wie Renatus Deckert während seiner Lesung und in der sich anschließenden Fragerunde betonte, auch als Mahnung für heute lebende Generationen.







